|
|
 |
Berichte
|
 |
|

|
Pop-Oratorium “Die 10 Gebote”
Zwölf Unentwegte des Kichenchores hatten sich bei beträchtlichen Minusgraden am 12. Februar mittags auf den Weg Richtung Düsseldorf in das ISS Dome gemacht, um das Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“ von Michael Kunze und Dieter Falk zu erleben. Die Kulisse, vor der das Popevent stattfand, kann sicher als einzigartig bezeichnet werden. Neben etwa 2600 Sängern, begleitet von „das junge orchester nrw“, agierten die solistischen Stars des Nachmittags – allen voran Michael Eisenberger als Moses und Bahar Kizil in der Rolle der Zipporah. Zunächst ein herzlicher Dank an unsere Sangesschwester Ursula. Sie hat mit großem zeitlichem Einsatz das Düsseldorfer Popevent für uns organsiert und Eintrittskarten sowie Fahrkarten im Vorfeld besorgt. Von dieser Seite gesehen, waren die beteiligten Mitreisenden außerordentlich zufrieden. Aber wie sah es mit dem musikalischen Ereignis – der Darbietung der 10 Gebote - aus? Der Chronist bekennt für sich, daß seine Wahrnehmungen zwiespältig ausfallen. Vor allem dann, wenn Probeneindrücke mit dem eigentlichen Popkonzert verglichen werden. Eine Reihe von Proben gibt einen musikalischen Eindruck wieder, bei dem Texte und Musik wahrgenommen werden können, bei dem ein musikalisches Erleben – unbeeinflußt von Hightechnik – spürbar wird. Das oratorische Popevent im ISS Dome verlief jedoch anders. Die Texte Michael Kunzes blieben über weite Strecken unverständlich. Die Audiotechnik überdröhnte das Wort, gleiches ist für die Musik. In den Einzelproben wurden hingegen musikalische Nuancen sehr wohl spürbar, der religiöse, alttestamentarische Hintergrund des Oratoriums erlebbar. Ganz anders dann die Aufführung vor einer unübersehbaren Zuhörerkulisse. Das musikalische Erleben, basierend auf dem Text, verlor viel von seiner wohl beabsichtigten Wirkung unter dem ungehemmten Einfluß der Audiotechnik. Schade, daß die musikalischen Auguren dies nicht im Vorfeld berücksichtigt haben! So bleibt – wie angedeutet – ein zwiespältiger Eindruck. Auf eine sich dem Chronisten stellende Frage, ob er dieses oder ein vergleichbares Event wieder besuchen würde, lautete seine Antwort wahrscheinlich Nein. Aber, wie gesagt, das ist eine nur subjektive Meinung zu dem Popevent „Die 10 Gebote“ in Düsseldorf am 12. Februar 2012.
|
|
 |
|
Chorweihnacht 2011
Am 15. Dezember 12011 war es wieder soweit: Der Kirchenchor feierte in fröhlicher Runde sein Weihnachtsfest. Ursula Blondiau hatte alles nachmittags wunderbar vorbereitet. Die Tische waren gedeckt und man brauchte sich nur noch hinzusetzen und mit dem Schmaus zu beginnen. Unser Chorleiter trug eine Geschichte vor, wie das altbekannte Weihnachtsgedicht vom Knecht Ruprecht lautet, wenn es mit einem Intenetübersetzungsprogramm gleichsam „bearbeitet“ wird. Von seiner weihnachtlichen Stimmung bleibt nichts. Diese kam jedoch sofort auf, als Herr Loesti seinen Weihnachtskorb erhielt, aus dem er sich in den Festtagen stärken soll, um die physischen Strapazen seiner Radtouren von Oberdollendorf nach Birlinghoven zu den Chorproben zu kompensieren. Vielerlei trugen die Sänger zum Gelingen des Abends bei. Mundartliche Geschichten fanden Gehör, aber auch das Musikalische kam nicht zu kurz: Bernadette Olbrecht und Karin Isenberg-Geiler sangen im Duett, begleitet von Friedhelm Loesti, und Rüdiger Haffner mit Gunda Kohrs erfreuten mit ihrem Gesang die Runde. Zum Schluß des harmonischen Abends ließ es sich Renate Hagen nicht nehmen, ganz besonders Ursula Blondiau namens des Chores mit einem Blaumenstrauß für Mühen zu danken.
|
|
|
|
 |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
Am 29. November 2011, einem Donnerstag, feierten die Senioren der Gemeinde ihren Advent im Stieldorfer Gemeindehaus. Alles wiederum liebevoll vorbereitet von unserer unermüdlichen Frau Kollenberg. Was wäre die Gemeinde ohne sie? Die Tische vorweihnachtlich geschmückt und zudem angefüllt leckeren Kuchen und Gebäck. Es gab Gelegenheit zu manch vertrautem Gespräch in der fröhlichen Runde, immer wieder unterbrochen von Musikeinlagen, gespielt vom Flötenkreis der Gemeinde. Zudem erfreuten Gunda Kohrs (Piano) und Rüdiger Haffner mit Sologesangseinlagen. Aber auch unsere jungen Leute kamen zu Gehör mit Geige und Flöte. Ganz groß heraus kamen Frau Kollenberg und Herr Haas mit den Sketchen „Das Ei“ und „Feierabend“. Die gespielten Szenen waren direkt dem Leben entnommen. Manch einer mochte sich in den gespielten Handlungen wiedererkennen. Sicher war dies ein Erfolgsmittel. Neben dem Heiteren wurden auch ernste, nachdenkliche Erzählungen vorgetragen wie eine schwedische Weihnachtsgeschichte, in der ein Landarzt im hohen, verschneiten Norden einen Krankenbesuch machen muß, der nur gelingt, weil das ihn begleitende Christkind die von Trollen und wilden Tieren ausgehenden Gefahren bannt und mit seinem Eingreifen alles zu einem guten Ende führt. Mit der aus Sizilien herrührenden Geschichte „Als die Bäume nach Bethlehem wanderten“ erfuhren die Zuhörer etwas von der Genese des weihnachtlichen Tannenbaums. Diese besinnliche Adventsfeier wird den Teilnehmern im Gedächtnis haften bleiben. Ein ganz besonderer Dank gilt allen – insbesondere Frau Kollenberg – die für das Arrangement verantwortlich zeichneten.
|
|
|
|
|
|
 |
|
Am Sonntag, den 31. Juli gestalte Pastor Holger Weitenhagen den festlichen Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Stieldorf. Der Flötenkreis der Gemeinde nahm dies zum Anlaß, den Gottesdienst mit einigen musikalisch anspruchsvollen Sätzen von Hans Leo Haßler (1564-1612) mitzugestalten. Nach dem Gottesdienst fanden zahlreiche Gemeindemitglieder zusammen zu einem Gedankenaustausch bei einer Tasse Kaffee oder Tee, wie üblich liebevoll vorbereitet von Rüdiger Haffner.
|
|
|
|
|
 |
|
Chorausflug nach Nonnenwerth
Ein halbes Jahr intensiver Chorarbeit liegt hinter den Sängern des Kirchenchores unserer Gemeinde. Ursula Blondiau – wie schon in den vergangenen Jahren – hatte mit viel Liebe und Einsatz den Chorausflug organisiert. Ganz herzlichen Dank sei ihr dafür von allen teilnehmenden Sängern gesagt.
Mit der Fähre ging es nachmittags am 7. Juli v on Grafenwerth hinüber zur zauberhaft schönen Insel Nonnenwerth. Es verwundert nicht, daß bereits 1126 Erzbischof Friedrich I. zusammen mit Abt Cuno vom Michelsberg in Siegburg an diesem Ort, der zu Meditation, aber auch zur Arbeit – ganz im Sinne der Regel des heiligen Benedikt von Nursia – einlud, ein Benediktinerinnenkloster begründete.
Bei herrlichem Sonnenschein waren die Sänger sofort eingefangen von der Atmosphäre des heutigen Franziskanerinnenklosters St. Clemen s, in dem ein Konvent mit 25 Ordensschwestern wirkt. Weitere 72 Schwestern leben in den Konventen in Bad Honnef, Limburg, Linz am Rhein, Overath, Remagen und Trier. Angela von Cordier war es, die 1854 das franziskanische Leben und Wirken auf der Insel Nonnenwerth begründete. Damit kehrte nach 52 Jahren – 1802 hatten die letzten Benediktinerinnen nach der Säkularisierung des Klosters - wiederum klösterliches Leben auf die Insel zurück. An den Standorten der Konvente gibt es in der Regel Einrichtungen, in denen die Ordensschwestern auch arbeiten: Auf Nonnenwerth ist es u. a. das neusprachliche Gymnasium mit rd. 750 Schülerinnen und Schülern. Bemerkenswert ist – wie die kenntnisreiche Schwester Michaela während ihrer Führung berichtete, daß das dreizügige Gymnasium mit einer Lateinklasse beginnt. 
Schwester Michaela führte die Chorsänger durch das 1991 gegründete kleine Klostermuseum. Es erfreut die Besucher m it sehenswerten Exponaten – darunter zahlre ichen Handschriften. Im Kreuzgang wie auch in der Kapelle stößt der Besucher überall auf das Wirken von Schwester Elma Koenig, die Mitte des 20. Jahrhunderts herrliche Mosaiken wie auch Fresken im Kloster geschaffen hat. Die Bonner Orgelfirma Klais hat überdies eine neuzeitliche Orgel, verborgen hinter einem barocken Prospekt für die Kapelle des Klosters, angefertigt. Ganz besonders beeindruckend waren die Erläuterungen Schwester Michaelas zu de m sogenannten Kreuzgangzimmer, in dem Elma Koenig die Entwürfe ihrer Fresken und Mosaiken gefertigt hat. Auch heute noch arbeiten die Schüler des Gymnasiums in diesem Raum.
Die zwei Stunden im Kloster, die dem Chor eingeräumt waren, vergingen wie im Fluge. Die schuleigene Fähre brachte die Sänger wohlbehalten und erfüllt vom Gesehenen und Gehörten zurück nach Grafenwerth. Jedoch hatte der Chor es sich zuvor nicht nehmen lassen, in der klösterlichen Kapelle die beeindruckende Akustik mit dem Kanon Dona nobis pacem zu erproben.
Von dem Fähranleger führte dann der Weg in den Biergarten der Gaststätte an der Fähre. Jeder durfte sich hier an köstlichen Getränken laben und etwas für den knurrenden Magen tun. Wichtig wa ren natürlich die Gespräche, die den faszinierenden Klosterbesuch resümierten.
Ein insgesamt beeindruckender Nachmittag! Er hat den Teilnehmern an dem Chorausflug viel Freude bereitet. Schon jetzt ist der Chor neugierig auf das, was ihn im kommenden Jahr erwartet. Wohin es dann gehen wird, wollte die Organisatorin Ursula Blondiau allerdings nicht verraten. Sie liebt halt Überraschungen!
|
|
 |
|
Familiengottesdienste in Birlinghoven und in Stieldorf
Der 24. und 26. Juni 2011 waren zwei besondere Tage im Leben der evangelischen Gemeinde in Birlinghoven und in Stieldorf. Man feierte Familiengottesdienste. Mütter aus der Gemeinde hatten zusammen mit den Kindern die Gottesdienstfeier vorbereitet. Unterstützt wurden sie besonders zur Freude der Kinder von einem Jongleur, der äußerst geschickt mit den Bällen hantierte. Auch der Chor wirkte mit. Er hatte sich aus diesen Anlaß “Capricciata” und “Contrappunto bestiale alle mente” des Italieners Adriano Banchieri (1567-1634) ausgesucht. Es ist die musikalische Geschichte von einem Hund, einem Kuckuck, einer Katze und einer Eule, die sich über den Baß lustig machen. Anders als gewohnt, ging es sehr locker in den beiden Gotteshäusern zu. Pastor Koranyi schwebte als „spiritus rector“ über dem Ganzen und achtete darauf, daß der gottesdienstliche Rahmen gewahrt blieb. Fazit der Familiengottesdienste: Alle Beteiligten hatten ihren Spaß und ihre Freude am Geschehen. Diese Form von Gottesdiensten – vor allem unter Beteiligung unserer jüngeren Gemeindeglieder – verlangt geradezu nach Wiederholung.
|
|
Contrappunto bestiale alla mente
Nobili spettatori Udret´ hor ora quattro belli humori Un cane [un gatto] un cucco un chiù per spasso Far contrapunto a mente sopra un basso. Contrapunto bestiale alla mente Nulla fides gobis Similiter est zoppis Si squerzus bonus est, Super annalia scribe
|
Ein tierischer Kontrapunkt aus dem Stegreif
Edle Zuschauer Hört jetzt gleich vier schöne Stimmen: Ein Hund, ein Kuckuck, eine Katze und eine Eule machen zum Spaß einen Kontrapunkt aus dem Stegreif über einem Bass. Einen tierischen Kontrapunkt aus dem Stegreif. Kein Vertrauen dem Buckligen, ebenso dem Hinkenden. Wenn der Scherz gut ist, schreib’ ihn in die Annalen.
|
|
|
|
|
|
|
|
Die Fotos stellte freundlicherweise Dr. Reinhard Frommelt zur Verfügung.
|
|
 |
|
Liedoratorium “Dietrich Bonhoeffer” in der evangelischen Friedenskirche in Siegburg-Kaldauen am 9. April sowie am 17. April in der Emmauskirche in Heisterbacherrott und am 29. Mai 2011 in der evangelischen Kirche Stieldorf
Zum 66. Mal jährte sich der Tag der Hinrichtung Dietrich Bonhoeffers im Konzentrationslager Flossenbürg am 9. April 1945. Er gehörte als ev angelischer Pfarrer der Widerstandsbewegung gegen die nationalsozialistischen Gewalthaber des Dritten Reiches an und mußte für sein mutiges Eintreten gegen die Mächte des Bösen kurz vor Kriegsende mit Gleichgesinnten wie Wilhelm Canaris nach einem Standgerichtsverfahren sein Leben lassen. Mit der Wahl des Datums 9. April 2011 haben die für Aufführung des Konzerts Verantwortlichen ein herausragendes Gespür bewiesen, damit in besonderer Weise an Dietrich Bonhoeffer und zugleich an seine Leidensgefährten zu erinnern. Das Liedoratorium „Dietrich Bonhoeffer“ zu Texten Bonhoeffers von Dieter Stork konzeptioniert und von Matthias Nagel für Chor und Instrumente komponiert wurde unter de r Leitung von Ingrid Weitenhagen von den Chören „Jubilate“ der Friedenskirche in Kaldauen und dem der evangelischen Kirche Stieldorf vorgetragen. Mit großer innerer Anteilnahme folgten die Sänger dem Dirigat Ingrid Weitenhagens. Sie vermochte es, beide Chöre zu einem einheitlichen Klangkörper zu vereinen. Ausdrucksstark wurden die textlichen Aussagen in die musikalische Form gegossen. Am Klavier begleiteten Friedhelm Loesti und am Schlagzeug Thorsten Leyens beide Chöre ausgesprochen einfühlsam. Pastor Kutzschbach unterstützte die musikalische Darbietung in der Rolle des Sprechers. Die zahlreichen Besucher, die trotz des schönen Wetters zum Konzert in die Friedenskirche gekommen waren, haben sicher – wie auch die aktiv Beteiligten – einen bleibenden Eindruck von dieser beeindruckenden Musik in Gedenken an Dietrich Bonhoeffer mitnehmen dürfen.
Auch die Wiederholung des Oratoriums “Dietrich Bohoeffer” in der Heisterbacherrotter Emmauskirche am 17. April wurde zu einem musikalischen Erfolg, zu dessem Gelingen ganz besonders wiederum die einfühlsame Stabführung von Ingrid Weitenhagen beitrug. Ihre Begeisterung für das Oratorium, dessen Ausformung an die Musik Kurt Weills gemahnt, strahlte auf alle Sänger aus! Natürlich auch auf die Zuhörer, die dem Gesamtchor, der Dirigentin, dem Pianisten Friedhelm Loesti, dem SchlagzeugerThorsten Leyens und dem Rezitator Pastor i. R. Weitenhagen mit “standing ovations” dankten! Das war dann auch Anlaß für eine spontane Zugabe: die Wiederholung des Satzes “Mag sein, daß der Jüngste Tag morgen anbricht...” Daß Pastor Leh ein vorzüglicher und charmanter Gastgeber war, der den organisatorischen Rahmen meisterlich beherrschte, sei am Rande, aber gleichwohl sehr dankbar erwähnt. Die Wiederholung des Bonhoeffer-Konzerts in Stieldorf am 29. Mai war nicht nur für die Zuhörer, sondern auch für beide Chöre wiederum ein Erlebnis. Neben der Musik trug zum Gelingen des Ganzen die Lesung der Texte bei. Sie waren es, die einen Eindruck dessen vermittelten, was den intellektuellen Hintergrund von Bonhoeffers Widerstand gegen das NS-Regime bestimmte.
An beiden Konzerten in Heisterbacherrott und in Stieldorf nahmen insgesamt 114 Besucher teil. Ihre Spendenbereitschaft erbrachte einen Betrag von 583,16 Euro. Diese Summe wird den Opfern der japanischen Fukushima-Katastrophe als Hilfe der Kirchengemeinde Heisterbacherrott-Stieldorf zugute kommen.
|
|
|